Antisemitismus in der Schule

Workshop am 4. Oktober 2019

„Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann.

Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nicht-jüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum, sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.“ (Auszug aus der Definition der International Holocaust Remembrance Alliance, die auch der Bundestag im September 2017 als Definition übernahm, zitiert nach https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/antisemitismus/was-ist-antisemitismus, letzter Zugriff 22. Juli 2019)

In den vergangenen Jahren haben antisemitische Vorfälle immer wieder im Fokus der Öffentlichkeit gestanden. Politische Parteien, Gewerkschaften, Vereine und Bürgerinitiativen betonen bei solchen Anlässen meist in aller Deutlichkeit, dass Antisemitismus in einer liberalen, weltoffenen Gesellschaft nicht geduldet wird. Allerdings zeigt die Regelmäßigkeit, mit der antisemitische Vorfälle bundesweit in Erscheinung treten, dass auch zukünftig erhebliche zivilgesellschaftliche Anstrengungen vonnöten sein werden, um antisemitischen Attacken sowohl präventiv zu begegnen wie auch in jedem Einzelfall die notwendige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Antisemitische Vorfälle, seien sie nationalistischer, antizionistischer oder anderer Prägung, gelangen auch im Bildungsbereich immer wieder an die Öffentlichkeit. Die GEW Dortmund bezieht als Bildungsgewerkschaft eindeutig Stellung gegen jede Art von Antisemitismus, insbesondere an Schulen. Daher wird als Teil des gesellschaftspolitischen Engagements der GEW am 4. Oktober 2019 ein Workshop "Antisemitismus in der Schule" mit einer Reihe  von erfahrenen Referent*innen stattfinden.

Programm:
16.00 Uhr    Begrüßung (Dr. Jörg Erik Kinner,  GEW Dortmund)
16.15 Uhr    Rassismus und Antisemitismus in Gesellschaft und Schule
                      (Prof. Dr. Karim Fereidooni)
                      Vortrag und Diskussion
17.45 Uhr    Pause
18.00 Uhr    Antisemitismus unter muslimischen Jugendlichen (Burak Yilmaz)
                      Vortrag und Diskussion
19.00 Uhr    Pause
19.15 Uhr    Antisemitismus in der Schule aus jüdischer Perspektive - Inter-
                      ventionsmöglichkeiten und Betroffenenschutz
(Sophie Brüss)
                      Vortrag und Diskussion
20.15 Uhr    Ende des Workshops

Referent*innen:
Prof. Dr. Karim Fereidooni
Juniorprofessor für Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung an der Ruhr Universität
Bochum, Forschungsschwerpunkte Rassismuskritik in pädagogischen Institutionen, Diversity Studies,
Schulforschung u.a.

Burak Yilmaz:
Pädagoge, Sozialarbeiter in Duisburg-Obermarxloh

Sophie Brüss:
Theaterpädagogin, Antidiskriminierungsberaterin für SABRA (jüdische Gemeinde Düsseldorf)  

Datum: Freitag, 04.10.2019
Uhrzeit: 16.00 - 20.15 Uhr
Ort: Jugendgästehaus Dortmund, Silberstr. 24-26, 44137 Dortmund

Anmeldung: Eine Anmeldung für den Workshop, zum Beispiel per E-Mail, an gewdortmund@t-online.de, ist unbedingt erforderlich.
Anmeldeschluss: 26.9.2019    

Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben