Tarifrunde 2017: Einkommenslücken an Schulen und Hochschulen schließen!

GEW Dortmund mobilisiert für Aktionen zum 1. Februar

„Eine ordentliche Gehaltserhöhung für die Landesbeschäftigten ist notwendig und sie ist auch bezahlbar. Die günstige wirtschaftliche Lage lässt das zu“, erklärte der GEW Vorsitzende Volker Maibaum,. „Wir wollen ein Auseinanderdriften der Gehälter im öffentlichen Dienst verhindern, im Tarifvertrag Bund und Kommunen sind die Entgelte mittlerweile im Schnitt vier Prozent höher. Diese Lücke müssen wir schließen.“ Für den öffentlichen Dienst besteht auch gegenüber der Privatwirtschaft weiterhin Nachholbedarf.
Tarifrunde 2017: Einkommenslücken an Schulen und Hochschulen schließen!

Foto: Schaper

Zu den gewerkschaftlichen Kernforderungen gehöre neben einer sozialen Komponente in Form eines Mindestbetrages die Einführung einer weiteren, sechsten Erfahrungsstufe in den Entgeltgruppen 9 bis 15 des Ländertarifvertrages TV-L. Diese Entgeltgruppen seien vor allem für Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte im Landesdienst relevant. „Das bringt für tarifbeschäftigte Lehrkräfte an den Schulen echtes Geld“, bekräftigt Volker Maibaum, selber tarifbeschäftigte Lehrkraft an einer Dortmunder Hauptschule. „In Zeiten des Lehrkräftemangels müssen wir eine attraktive Perspektive für die Bezahlung bieten.“

Neben der Aufwertung der sozialpädagogischen Berufe gehört auch die Eindämmung des Befristungsunwesens insbesondere im Bereich Wissenschaft und Hochschulen zum Verhandlungskatalog. „Wenn an unserer Hochschule 80 bis 90 Prozent der jungen Wissenschaftler*innen auf Fristverträgen eingestellt werden und sie damit langfristig keine berufliche Perspektive haben, muss etwas geschehen“, verlangte der GEW-Vorsitzende.

Die GEW Dortmund erwartet intensive Tarifauseinandersetzungen mit den öffentlichen Arbeitgebern und schließt Warnstreiks nicht aus. „Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder wird uns in den Verhandlungen nichts schenken. Mit unseren gewerkschaftlichen Aktionen zeigen wir, dass wir es ernst meinen, notfalls auch mit Warnstreiks der Beschäftigten.“

Die GEW Dortmund hat alle Vorbereitungen für einen regionalen Streik- und Aktionstag am Mittwoch, den 1. Februar getroffen. „Wir erwarten Tarifbeschäftigte der Schulen aus der gesamten Region Arnsberg hier in Dortmund,“ erklärt Martin Roth vom Arbeitskreis Tarifpolitik der GEW Dortmund zum Stand der Vorbereitung.

Treffpunkt ist ab 8.30 das Dietrich-Keuning-Haus in der Dortmunder Nordstadt

Die Demonstration beginnt um 10.30 und wird gegen 12.00 Uhr in der Innenstadt mit einer Kundgebung, auf der der stellv. Landesvorsitzende der GEW NRW Sebastian Krebs spricht, abgeschlossen.