GEW lehnt L-EGO-Diktat durch Arbeitgeber ab!

Das Ergebnis der Tarifrunde TV-L 2015

Die GEW hat das Angebot eines Tarifvertrages für die angestellten Lehrkräfte zurückgewiesen. Die Arbeitgeber wollen die Bezahlung der bundesweit 200.000 angestellten Lehrkräfte weiterhin diktieren. Mit 30,- Euro Zulage im Monat für einzelne Lehrergruppen wollten sie zudem künftige Streiks verhindern.
GEW lehnt L-EGO-Diktat durch Arbeitgeber ab!

Foto: Haifischbaby

Ohne verlässliche Zusagen zu einer Paralleltabelle und ohne die Möglichkeit zu streiken, hätte die Annahme des Angebots bedeutet, die Paralleltabelle auf den St. Nimmerleinstag zu verschieben.

Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten werden nicht beseitigtDamit ist die Hauptforderung der GEW nicht erfüllt. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) wollte keine Aufwertung der Lehrkräftebezahlung. Sie hat an einer Ankopplung des Tarifvertrages an die 15 Landesbeamtengesetze festgehalten. Damit werden Ungleichheiten, Ungerechtigkeiten und Ungereimtheiten nicht beseitigt, sondern auch noch per Tarifvertrag festgeschrieben. Das ist kein Flächentarifvertrag, sondern ein Flickenteppich. Zudem könne von einer Ost-West-Angleichung keine Rede sein.

Erfolg der Beschäftigten an Schulen, Hochschulen und KitasEin vertretbarer Kompromiss ist die vereinbarte Gehaltserhöhung und die Einigung zur Zusatzversorgung: Den Vorstoß der Arbeitgeber, die Leistungen der Betriebsrente zu kürzen, haben wir abgewehrt. Das ist ein Erfolg der vielen Beschäftigten an Schulen, Hochschulen und Kitas, die in den vergangenen Wochen die Arbeit niedergelegt und sich an den Streikaktionen der Gewerkschaften beteiligt haben. Die vereinbarten Gehaltserhöhungen von im Durchschnitt 4,61 Prozent und die Anhebung des Weihnachtsgelds im Osten auf Westniveau mildern die Anpassung der Arbeitnehmerbeiträge zur Zusatzversorgung.