Beschäftigte der Kommunen sind erneut im Warnstreik

GEW NRW macht Druck vor der dritten Verhandlungsrunde

Vor der dritten Runde der aktuellen Tarifverhandlungen machen die Gewerkschaften noch einmal Druck und setzen ihre Warnstreiks fort. Die GEW NRW ruft ihre tarifbeschäftigten Mitglieder im öffentlichen Dienst der Kommunen auf zu einem ganztägigen Warnstreik am Dienstag, den 10. April 2018. Kindertagesstätten, Volkshochschulen und weitere kommunale Betriebe – unter anderem in Bochum, Dortmund, Köln, Bonn, Troisdorf, Krefeld und Münster – werden betroffen sein.
Beschäftigte der Kommunen sind erneut im Warnstreik

„Wir erwarten in der dritten Verhandlungsrunde ein konkretes Angebot der Arbeitgeber*innen. Das hatten sie bislang nicht für nötig befunden. So geht das nicht weiter, deshalb machen wir Druck. Unsere Forderungen liegen schon lange auf dem Verhandlungstisch“, erklärte die Vorsitzende der GEW NRW Dorothea Schäfer. Die dritte Verhandlungsrunde für den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) findet am 15. und 16. April 2018 in Potsdam statt.

Die GEW-Landesvorsitzende bekräftigte die Forderungen der Gewerkschaften: „Nur mit einer ordentlichen Gehaltserhöhung und fairen Bezahlung der Beschäftigten bleibt der öffentliche Dienst konkurrenzfähig und attraktiv für junge Leute. Für die GEW NRW ist es wichtig, dass pädagogische Arbeit angemessen bezahlt wird, gerade wegen des großen Fachkräftemangels in den Kitas.“ Die Gehaltslücke zwischen dem öffentlichen Dienst und der Gesamtwirtschaft betrage rund vier Prozent und müsse jetzt schrittweise geschlossen werden. Überdies seien steigende Reallöhne wichtig, um die Binnenkonjunktur weiter anzukurbeln.

Die GEW fordert in der Tarifrunde 2018 eine Erhöhung der Tabellenentgelte um sechs Prozent, mindestens aber 200,- Euro und die Erhöhung der Entgelte für Praktikant*innen sowie Auszubildenden um 100,- Euro monatlich. Die Laufzeit der Tariferhöhung soll zwölf Monate umfassen.

Berthold Paschert
Pressesprecher
berthold.paschert@gew-nrw.de
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