„Erst unsere Jobs, dann Eure Profite“ – das Motto des diesjährigen 1. Mai bringe die Lage der Beschäftigten in Kitas, Schulen, Hochschulen und sozialen Einrichtungen auf den Punkt, erklärt die Vorsitzende der GEW NRW, Ayla Çelik. „Seit Jahren stemmen Kolleg*innen immer größere Belastungen, gleichen Personalmangel aus und halten Bildung unter schwierigen Bedingungen am Laufen.“
Aus Sicht der Bildungsgewerkschaft reicht es nicht aus, wenn Bildung politisch regelmäßig zur Zukunftsfrage erklärt wird und gleichzeitig diejenigen mit leeren Versprechen abgespeist werden, die diese Zukunft täglich gestalten. „Gute Bildung gibt es nur mit guter Arbeit. Wer Spitzenforschung, exzellente Lehre und verlässliche Bildungsangebote von der Kita bis zur Hochschule will, muss bereit sein, in die Menschen zu investieren, die diese Arbeit leisten.“
Zugleich warnt die GEW NRW vor gesellschaftlicher Spaltung und rechtsextremen Angriffen auf Demokratie und Solidarität: „Bildung lebt von Offenheit, Vielfalt und Zusammenhalt, und sie ist eine grundlegende Voraussetzung für den Erhalt und die Stärkung demokratischer Strukturen“, so Ayla Çelik. „Diskriminierung, Polarisierung und demokratiefeindliche Haltungen haben längst auch unsere pädagogischen Räume erreicht. Hier leisten die Beschäftigten täglich einen unverzichtbaren Beitrag zur Demokratiearbeit: Sie stärken Kinder und Jugendliche, sie ermöglichen Teilhabe und vermitteln Werte.“
Mit ihrer aktuellen landesweiten Kampagne „Bildung bleibt stabil. Demokratie trainieren. Haltung zeigen.“ will die GEW NRW deutlich machen: Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie braucht Menschen, die Haltung zeigen und sie braucht gute Arbeitsbedingungen für die Menschen, die Demokratiebildung möglich machen. „Wir Gewerkschaften stehen für Solidarität – nicht für Ausgrenzung. Zum 1. Mai rufen wir dazu auf, gemeinsam Druck zu machen: Gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und soziale Sicherheit wurden nie geschenkt. Sie wurden erkämpft, und genau darum geht es am Tag der Arbeit!“
Weitere Informationen:
Eine Übersicht über alle 76 Veranstaltungen in NRW zum Tag der Arbeit finden sie hier:
1. Mai 2026: Erst unsere Jobs, dann eure Profite | DGB Nordrhein Westfalen
Die landeszentrale Kundgebung startet um 12 Uhr am Ringlokschuppen in Mülheim a. d. Ruhr.
Dort sprechen der Vorsitzende des DGB NRW, Thorben Albrecht, und Ministerpräsident Hendrik Wüst.

